Sie sind fast in Vergessenheit geraten, wilde Honigbienen. Seit der Einschleppung der Varroamilbe ging man davon aus, dass sie verschwunden sind, da Völker die nicht behandelt worden sind bei den ImkerInnen eingingen.

Sie leben aber dennoch noch, das Geheimnis aber ist komplex, ein wichtiger Aspekt ist aber die Baumhöhle.

1. Bienen wählen Baumhöhlen mit  Volumina von etwa 40 Liter, sie bieten kaum Platz für große Bienenmassen. Früh wird deshalb schon geschwärmt und das meist mehrmals, viele Milben werden aus dem Muttervolk mitgenommen. Es folgt eine Brutpause, in denen sich die Milben nicht vermehren können, sie gehen in eine Ruhephase, aus der sie sich nur langsam wieder aktivieren können.

2. Hinzu kommt, dass durch das geringe Volumen das Brutnest sich im Laufe der Saison durch den Honigeintrag deutlich verkleinert, den Milben wir kaum Platz gegeben sich zu vermehren.

3. Da es bei wilden Völker keine Imkerin oder Imker gibt, der Honig erntet sind Vorratssorgen meist schon früh gelöst. Zusätzlich wir durch die perfekte Isolierung weniger Energie also Honig benötigt. Von Bienen bezogene Baumhöhlen besitzen dicke, nich selten um zehn Zentimeter starke Wände. Wärme verliert sich außerdem nicht im Raum sondern staut sich oben in der Vorratskammer. Arbeitszeit wird frei und wird in Ruhe oder Hygienearbeiten gesteckt, die Bienen altern langsamer und es muss für weniger Nachwuchs gesorgt werden.

Trotz allem sind die Todesarten von wilden Völkern hoch, ein Beweis dafür, dass das Konzept doch nicht klappt.

Keineswegs, denn in der Natur verhalten sich die Völkerzahlen deutlich dynamischer. Es ist normal, dass etwa 80% der Schwärme den ersten Winter nicht überleben, etwa 20% der Muttervölker sterben auch. Die Verluste werden jedes Jahr aber durch die große Anzahl an Schwärmen wieder ausgeglichen, Völker schwärmen nämlich meist nicht nur einmal, sondern mehrmals.

Wilde Völker ganz in eurer Nähe könnt ihr übrigens mit beetrees.org entdecken. Hier findet ihr eine Karte mit wilden Völkern. Habt ihr noch Fragen, dann stellt sie gerne in die Kommentare, wir beantworten sie so schnell wie möglich.